Zwar nicht mit quietschenden Reifen aber doch in rasanter Geschwindigkeit stellten die Usinger Sozialdemokrat*innen am Wochenende einen Teil ihrer Listen zur Kommunalwahl 2021 in einer Mitgliederversammlung auf. Unter Beachtung weitreichender Hygienemaßnahmen wurden die Kandidat*innen in dem vom SPD-Vorstand vorgelegten Entwurf bestätigt.

„Notwendige Vorstellungen gestalteten die Neuen kurzweilig und äußerst diszipliniert verliefen die folgenden Abstimmungen“, lobte die SPD-Vorsitzende Birgit Hahn das verantwortungsbewusste Verhalten.
Als Versammlungsleiter führte SPD-Chef im Unterbezirk Hochtaunus, Dr. Stephan Wetzel, routiniert durch die formale Prozedur.
Hahn hob in ihrer Einführung die von vielen mit großem Engagement geleistete Öffentlichkeitsarbeit hervor: „Seit Jahren ist die SPD in den Usinger Straßen wahrzunehmen, finden immer wieder Gesprächsangebote für die Bürger*innen statt. Immer wieder führt dies auch zu Anträgen in örtlichen Gremien.“ Häufig sind es die kleinen Dinge, die den Leuten auf den Nägeln brennt. „Wir kümmern uns darum“, so die Politikerin. Häufig allerdings würden die Anliegen von der Mehrheitsfraktion nicht anerkannt. Es sei jedenfalls feststellbar, dass CDU/FWG sich mit naheliegenden Bürgerthemen nicht befasse, denn sie seien ja für fünf Jahre gewählt und damit beauftragt ihre alleinigen Entscheidungen zu treffen.
„Dass Sozialdemokrat*innen stets und regelmäßig ihr Ohr in der Bevölkerung haben, zeigt sich auch in der Beteiligung an Umfragen und den Ergebnissen, in der Ernsthaftigkeit der Gespräche an Infoständen und Stadtteilbesuchen“, schildert Hahn den guten Kontakt zu den Menschen.
Die Themen seien allgemein anerkannt, ob es um den stark ansteigenden Verkehr geht und damit zur Forderung endlich die Nord-Ost-Umgehung zu bauen, um fehlende KiTa-Plätze, um den Mangel an günstigem und kleinteiligen Wohnraum, um Mobilität für Ältere und Menschen mit Handicaps, um Lichtverschmutzung, um die Beseitigung der Anliegergebühren bei Straßensanierung gehe oder anderes, die Leute wollen auf der einen Seite mehr Beteiligung aber auf der anderen Seite scheuen sie den Einstieg in die aktive Teilnahme am politischen Geschehen.
„Deshalb gibt es auch noch nicht den Abschluss bei der Abstimmung aller Ortsbeiratslisten. In drei Stadtteilen werden Gespräche geführt und die Listen sind noch offen für ernsthaft Interessierte. „Ich selbst habe in den letzten Wochen viele Menschen mit verschiedenen Kompetenzen angetroffen, die zum Teil bereits in diversen Bereichen ehrenamtlich aktiv sind. Und es wäre schön, wenn die ein oder andere Person sich für ein politisches Mandat entscheidet. Es gibt viel zu gewinnen: Verständnis um die Prozesse, die Kraft der Einflussnahme und ebenso eine persönliche Erweiterung des Horizonts und des Standings“, wünscht sich die SPD-Vorsitzende.
Das Kommunalwahlprogramm wird der SPD-Ortvereinsvorstand gemeinsam mit den Kandidat*innen in den nächsten Wochen erarbeiten.

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